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Großer Igeltenrek
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Der Große Igeltenrek oder Große Igeltanrek (Setifer setosus), teilweise auch Gewöhnlicher Igeltanrek, ist eine SĂ€ugetierart aus der Familie der Tenreks (Tenrecidae). Er ist endemisch auf Madagaskar verbreitet und kommt auf der gesamten Insel vor. Die Tiere bevorzugen zwar die tropisch-feuchten Landschaften des östlichen Inselteils, sind aber auch in den trockenen westlichen Gebieten recht hĂ€ufig. Zudem dringen sie in stĂ€dtische Regionen vor und können sich an durch Menschen verĂ€nderte Landschaften gut anpassen. Äußerlich Ă€hnelt der Große Igeltenrek den europĂ€ischen Igeln, er ist aber deutlich kleiner und hat einen kĂŒrzeren Schwanz, ebenfalls charakteristisch sind die langen Vibrissen. Die FellfĂ€rbung kann regional variieren. Von anderen Tenreks und vor allem von seinem nĂ€chsten Verwandten, dem Kleinen Igeltenrek, unterscheidet er sich durch den Gebissaufbau.

In der Regel lebt der Große Igeltenrek einzelgĂ€ngerisch und ist nachtaktiv. Er bewegt sich am Boden vorwĂ€rts, kann aber auch in den BĂ€umen klettern. Die BefĂ€higung ist jedoch nicht so deutlich ausgeprĂ€gt wie beim Kleinen Igeltenrek. Die Tiere unterhalten Eigenreviere, die sich an den RĂ€ndern mit denen anderer Individuen ĂŒberlappen. Die Territorien sind im Vergleich zu Tierarten mit Ă€hnlichen Körperausmaßen sehr groß. Zur Ruhe zieht sich der Große Igeltenrek in Baumlöcher und unterirdische Baue zurĂŒck. Die Nahrung umfasst Wirbellose und kleinere Wirbeltiere, insgesamt herrscht eine eher allesfresserische ErnĂ€hrungsweise vor. Der Nachwuchs kommt zumeist in der feuchteren und wĂ€rmeren Jahreszeit zur Welt, ein Wurf umfasst bis zu sieben Jungtiere, die relativ schnell heranwachsen. In den trockenen Gebieten des westlichen Madagaskar können Weibchen in einer Fortpflanzungsperiode bis zu drei WĂŒrfe gebĂ€ren. Charakteristisch fĂŒr den Großen Igeltenrek ist die variierende Körpertemperatur, die von den Außentemperaturen und der AktivitĂ€t abhĂ€ngt und ĂŒber den Tag und das Jahr einen zyklischen Ablauf aufweist. Gleiches gilt fĂŒr die Stoffwechselrate, die allgemein sehr gering ist. Die Trockenzeit verbringt der Große Igeltenrek in einem mehrmonatigen Torpor.

In Europa wurde erstmals Mitte des 17. Jahrhunderts ĂŒber den Großen Igeltenrek berichtet. Die wissenschaftliche Erstbeschreibung der Art erfolgte dann rund einhundert Jahre spĂ€ter, im Jahr 1777. Allgemein wurden die Tiere anfangs mit den europĂ€ischen Igeln in Verbindung gebracht. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts kam es zu einer stĂ€rkeren Differenzierung. Seinen heute gĂŒltigen Gattungsnamen erhielt der Große Igeltenrek im Jahr 1806. Doch wurde er im weiteren Verlauf des 19. und teilweise auch des 20. Jahrhunderts hĂ€ufig in andere Gattungen verwiesen. Der Bestand des Großen Igeltenreks gilt als nicht gefĂ€hrdet. In einigen Regionen Madagaskars wird er zu Nahrungszwecken gejagt.

Contents

‱ Merkmale
‱ Habitus
‱ Systematik
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Merkmale

Habitus

Der Große Igeltenrek ist ein mittelgroßer Vertreter der Tenreks. Mit einer GesamtlĂ€nge von 16 bis 22,5 cm wird er nur wenig grĂ¶ĂŸer als der Kleine Igeltenrek (Echinops telfairi); wie bei diesem besteht der Schwanz aus einem nur 15 bis 16 mm langen Stummel. Das Körpergewicht variiert von 150 bis 220 g, kann mitunter aber auch 300 g und mehr erreichen,cite-ref-levesque-et-al-2012-1-0[1]cite-ref-levesque-et-al-2013-2-0[2] allgemein ist es abhĂ€ngig von der Kondition des einzelnen Individuums und der Jahreszeit. Ein auffĂ€lliger Geschlechtsdimorphismus liegt nicht vor. Im Ă€ußeren Erscheinungsbild Ă€hneln die Tiere den Igeln, was durch den robusten, rundlichen Körper, die spitze Schnauze und durch das Stachelkleid hervorgerufen wird. Unterschiede bestehen in dem sehr kurzen, kegelförmigen Schwanz, den sehr langen Vibrissen und der geringeren KörpergrĂ¶ĂŸe, die nur die HĂ€lfte eines europĂ€ischen Igels erreicht. Das RĂŒckenfell wird durch sehr dicht stehende, durchschnittlich 15 mm lange Stacheln gebildet. Generell haben Tiere aus dem feuchteren östlichen Madagaskar dunklere Stachelspitzen als jene aus dem trockeneren westlichen Teil. Die Körperunterseite, das Gesicht und die Gliedmaßen zeigen eine nur spĂ€rliche Fellbedeckung aus hellgrauem, weichem Haar. Die Augen sind relativ klein, ebenso die Ohren, die etwa die LĂ€nge der Stacheln besitzen. Die vergleichsweise langen Gliedmaßen enden vorn und hinten in jeweils fĂŒnf Strahlen. Diese tragen Krallen, an den VorderfĂŒĂŸen sind sie 6, an den HinterfĂŒĂŸen 7 mm lang.cite-ref-thomas-1892-3-0[3] Der gesamte Hinterfuß misst etwa 31 mm in der LĂ€nge. Weibliche Tiere haben fĂŒnf oder sechs Paare an Zitzen.cite-ref-poduschka-1996-4-0[4]cite-ref-herter-1962-5-0[5]cite-ref-gould-et-al-1966-6-0[6]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-0[7]cite-ref-garbutt-2007-8-0[8]cite-ref-jenkins-2018-9-0[9]

SchÀdel- und Gebissmerkmale

Die durchschnittliche SchĂ€dellĂ€nge liegt bei 46,2 mm, die durchschnittliche Breite am Jochbogen gemessen 23,1 mm. Die schmalste Stelle wird an den Augen mit einem Durchschnittswert von 10,9 mm erreicht.cite-ref-poduschka-et-al-1982-10-0[10]cite-ref-levesque-et-al-2013-2-1[2] Allgemein ist der SchĂ€del moderat robust, das Rostrum wirkt breit und hoch, der HirnschĂ€del kurz. Das VerhĂ€ltnis des vorderen zum hinteren SchĂ€delabschnitts betrĂ€gt 0,61:0,39.cite-ref-leche-1907-11-0[11] Im Unterschied zum Kleinen Igeltenrek wölbt sich die Stirnlinie stĂ€rker auf, da das Stirnbein im hinteren Bereich aufgeblĂ€ht ist. Der Jochbogen ist wie bei allen Tenreks nicht geschlossen. Im hinteren SchĂ€delbereich sind krĂ€ftige KnochenwĂŒlste als Muskelansatzstellen ausgebildet. Das Gebiss setzt sich aus 36 ZĂ€hnen zusammen, die Zahnformel lautet folgendermaßen: 2.1.3.3 2.1.3.3 {\displaystyle {\frac {2.1.3.3}{2.1.3.3}}} . Es ist somit nicht ganz so stark reduziert wie beim Kleinen Igeltenrek. Der obere innere Schneidezahn erreicht fast die GrĂ¶ĂŸe des Eckzahns und ist gut entwickelt. Im unteren Gebiss bestehen kurze Diastemata beidseitig des Eckzahns und des vordersten PrĂ€molaren. Die beiden hinteren PrĂ€molaren sind molarisiert und Ă€hneln so den MahlzĂ€hnen. Diese besitzen Ă€hnlich den anderen Tenreks ein zalambdodontes KauflĂ€chenmuster bestehend aus drei Haupthöckern. In der oberen Gebissreihe zeigen die Molaren nicht ganz so starke GrĂ¶ĂŸenreduktionen wie beim Kleinen Igeltenrek. Demzufolge ist beim Großen Igeltenrek der vorderste Molar der grĂ¶ĂŸte Zahn in der Reihe und nicht der letzte PrĂ€molar wie beim Kleinen Igeltenrek.cite-ref-leche-1907-11-1[11]cite-ref-poduschka-et-al-1982-10-1[10]

Skelettmerkmale

Die WirbelsĂ€ule setzt sich aus 7 Hals-, 16 bis 17 Brust-, 6 bis 7 Lenden-, zwei Kreuzbein- und 9 Schwanzwirbel zusammen.cite-ref-leche-1907-11-2[11] Im Bau des Bewegungsapparates finden sich einzelne Merkmale, die sowohl auf eine bodenlaufende als auch eine baumbewohnende Lebensweise schließen lassen, letztere sind in der Regel nicht so deutlich ausgeprĂ€gt wie beim Kleinen Igeltenrek. Das Schulterblatt ist eher breit und nicht so langschmal wie bei den grabenden Tenrekformen. Am Oberarmknochen ist der Kopf eher rundlich ausgebildet, was mit dem Kleinen Igeltenrek ĂŒbereinstimmt, abweichend von diesem aber analog zum Großen Tenrek (Tenrec ecaudatus) verbreitert sich die untere Gelenkrolle (Ellenbogengelenk) vorn und hinten. Wie bei den beiden anderen Tenrekvertretern auch zeigt der obere Gelenkfortsatz der Elle, das Olecranon, mit einer LĂ€nge von nur 16 % des Gesamtknochens kaum Tendenzen zur Streckung, die hier ansetzende Unterarmmuskulatur ist demnach nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig krĂ€ftig. Im Unterschied zu den grabenden Vertretern der Tenreks treten an den Handwurzelknochen keine Verwachsungen auf, was eine höhere RotationsfĂ€higkeit der Hand befĂŒrwortet. Die Mittelhandknochen sind wiederum verlĂ€ngert, aber nicht in dem Maße wie beim Kleinen Igeltenrek. Ebenso ist der innere Strahl insgesamt kĂŒrzer und die GreiffĂ€higkeit damit eher eingeschrĂ€nkt. Unterschiede finden sich auch an den Krallen, die beim Großen Igeltenrek lĂ€nger und nicht ganz so stark gekrĂŒmmt sind wie bei seinem Verwandten. Sie entsprechen aber mit ihrer insgesamt hochschmalen Form den Krallen anderer kletternder SĂ€ugetiere.cite-ref-salton-et-al-2008-12-0[12]cite-ref-salton-et-al-2008b-13-0[13] Auch die FĂŒĂŸe besitzen einzelne Modifikationen wie die flachen Knöchel, die wie beim Kleinen Igeltenrek die MobilitĂ€t weniger einschrĂ€nken. Dass der Fuß des Großen Igeltenreks nicht so extrem beweglich ist wie bei Kleinen Igeltenrek zeigen wiederum die stĂ€rkeren Leisten auf der Sprungbeinrolle des Sprungbeins und die dadurch bedingte tiefere Einwölbung der GelenkflĂ€che, wodurch das Schienbein besser fixiert wird. Ebenso ist der Übergang zum Hals des Sprungsbeins stĂ€rker strukturiert.cite-ref-salton-et-al-2004-14-0[14]cite-ref-jenkins-2018-9-1[9]

Verbreitung

Der Große Igeltenrek kommt endemisch auf Madagaskar vor und ist dort ĂŒber die gesamte Insel verbreitet. Er kann in nahezu allen LandschaftsrĂ€umen angetroffen werden mit Ausnahme von Überschwemmungs- und Marschgebieten. ZusĂ€tzlich tritt er auch in einzelnen stĂ€dtischen Regionen wie beispielsweise Antananarivo auf und ist selbst in extrem stark vom Menschen ĂŒberprĂ€gten Bereichen beobachtet worden. Die Tiere favorisieren zwar die feuchteren östlichen WĂ€lder, sie sind aber auch in den trockeneren Landschaften des Westens heimisch. Dort wurden seit Untersuchungen in den 1990er Jahren fast 30 FundplĂ€tze mit Nachweisen der Art registriert, im SĂŒdwesten tritt sie sympatrisch mit dem Kleinen Igeltenrek auf.cite-ref-soarimalala-2011-15-0[15] In der Regel besiedeln die Tiere die Tieflandsregionen unter 900 m, lokal reicht die Höhenverteilung aber bis etwa 2250 m. In einigen Gebieten, wo der Große Igeltenrek vorkommt, gehört er mit zu den am hĂ€ufigsten nachgewiesenen Vertretern der Tenreks.cite-ref-iucn-16-0[16]

Lebensweise

Territorial- und Sozialverhalten

Die Lebensweise des Großen Igeltenreks ist durch Beobachtungen in Gefangenschaft und durch Felduntersuchungen relativ gut erforscht. Die Tiere sind nachtaktiv mit einer bimodalen Verteilung der AktivitĂ€t. Die erste Phase beginnt bereits gegen 14:00 Uhr und erreicht gegen 19:00 und 20:00 Uhr ihren Höhepunkt, wonach eine Ruhepause in den zwei Stunden vor Mitternacht eintritt. Ein zweiter Höhepunkt wird gegen 02:00 Uhr erreicht, die AktivitĂ€t ebbt dann in den folgenden vier Stunden ab. Daraus ergibt sich, dass die Tiere etwa 16 Stunden eines Tages aktiv verbringen. Allerdings verzögert sich hĂ€ufig der Beginn bei niedrigeren Außentemperaturen. Die Tiere sind weitgehend bodenbewohnend, wo sie sich im Kreuzgang und mit dem ganzen Fuß aufsetzend vorwĂ€rts bewegen. Im schnellen Lauf berĂŒhren aber meist nur die Zehen den Boden. Ebenso ist der Große Igeltenrek ein vergleichsweise guter Kletterer, sein Fuß kann jedoch nicht so stark gedreht werden wie beim Kleinen Igeltenrek. Prinzipiell sieht man ihn seltener in den BĂ€umen als seinen kleineren Verwandten. Wie am Boden so ist er auch im GeĂ€st eher langsam und klettert mit wechselseitigen Bewegungen der Gliedmaßen. HĂ€nde und FĂŒĂŸe umgreifen die Zweige, teilweise wird der Schwanz zum Abstemmen eingesetzt. In unbekanntem GelĂ€nde pausiert der Kleine Igeltenrek hĂ€ufig und schnĂŒffelt in der Luft, mitunter erhebt er sich dabei auf die Hinterbeine.cite-ref-herter-1962-5-1[5]cite-ref-herter-1964-17-0[17]cite-ref-gould-et-al-1966-6-1[6]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-1[7]cite-ref-jenkins-2018-9-2[9]

In der Regel tritt der Große Igeltenrek mit Ausnahme von Mutter-Jungtier-Gruppen einzeln auf. Die Tiere unterhalten Eigenreviere, die nach Untersuchungen im Nationalpark Ankarafantsika im Nordwesten von Madagaskar relativ groß sind fĂŒr verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kleine SĂ€ugetiere. Demnach beanspruchen MĂ€nnchen ein Territorium von 4,9 bis 21,1 ha GrĂ¶ĂŸe (durchschnittlich 13,7 ha), bei Weibchen sind es 0,9 bis 9,2 ha (durchschnittlich 6,7 ha). Die Reviere ĂŒberschneiden sich an den RĂ€ndern mit anderen, dabei sind die Überlappungen mehr oder weniger unabhĂ€ngig vom Geschlecht des Nachbarn. Innerhalb der Territorien ruhen die Tier in Baumhöhlen und hohlen, abgestorbenen BĂ€umen. In Ankarafantsika befanden sich die RuheplĂ€tze in 0,5 bis ĂŒber 2 m Höhe in BĂ€umen mit ĂŒberwiegend 10 bis 20 cm Stammdurchmesser. SĂ€ugende Weibchen suchen sich dabei durchschnittlich höhere Lagen, wohl als Schutz vor Beutegreifern. Zudem sollten die UnterschlĂŒpfe wenig Einblick bieten. Mutter- und Jungtiere bleiben auch ĂŒber lĂ€ngere Zeit in den Baumhöhlen, etwa 20 bis 25 Tage. Ansonsten wechselt der Kleine Igeltenrek seinen Schlafplatz tĂ€glich und benutzt einen Ă€lteren nur selten erneut. Mitunter kann aber ein Nachbartier einen bereits gebrauchten Unterschlupf aufsuchen und besetzen.cite-ref-levesque-et-al-2012-1-1[1] Die RĂŒckzugsplĂ€tze enthalten Nester aus Pflanzenmaterial, das von den Tieren im Maul herangetragen wird. In Regionen mit geeignetem, nicht sandigem Untergrund zieht sich der Kleine Igeltenrek auch in unterirdische Baue zurĂŒck, die er teilweise selbst in Hangbereichen anlegt. Zwei beobachtete Baue bei Manandroy nördlich von Fianarantsoa im zentral-östlichen Madagaskar bestanden aus einem 60 cm langen, rund 6 cm breiten Gang, der in eine Nestkammer von 7,5 cm Weite mĂŒndete. Derartige Baue werden möglicherweise regelmĂ€ĂŸiger aufgesucht.cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-2[7] In Ruheposition rollt sich ein Tier auf den Hinterbeinen hockend zusammen, selten nimmt es eine Seitenlage ein.cite-ref-herter-1964-17-1[17]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-3[7]cite-ref-jenkins-2018-9-3[9]

Begegnungen zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren zeichnen sich durch Vermeidungsverhalten aus. In der Regel bestehen sie aus dem gegenseitigen Beschnuppern an der Nase und am Körper, wonach sich die Tiere wieder trennen. Bei aggressiven Verhalten werden die Stacheln aufgestellt und das Maul geöffnet. StĂ€rkere BedrĂ€ngung resultiert in typischen auf- und abwĂ€rtsfĂŒhrenden oder seitlichen Kopfbewegungen und in Beißattacken. Bedrohte Tiere fliehen zumeist, wobei sie bis zu 3,2 km/h erreichen, oder rollen sich zu einer Kugel zusammen, bei der die Stacheln maximal aufgestellt sind. FĂŒr die innerartliche Kommunikation ist der Geruchssinn bedeutend. Der Große Igeltenrek defĂ€ziert hĂ€ufig nahe den EingĂ€ngen seiner Baue. Auch reibt er seinen Körper an Ästen und Zweigen und setzt so Duftmarken. Die Lautkommunikation erfolgt ĂŒber verschiedene Töne. Am hĂ€ufigsten sind Tschilp-Laute mit einer Frequenz von 1000 bis 3000 Hz und einer Dauer von 0,03 bis 0,05 s. Unter BedrĂ€ngnis stoßen die Tiere einen „putt-putt“-Ruf aus, etwa beim Einrollen, oder ein Zischen. Das Komfortverhalten umfasst neben dem Kratzen und Lecken auch das fĂŒr andere Tenreks typische „Gesichtwaschen“ in sitzender Position mit beiden Vorderbeinen gleichzeitig.cite-ref-herter-1962-5-2[5]cite-ref-herter-1964-17-2[17]cite-ref-gould-et-al-1966-6-2[6]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-4[7]cite-ref-jenkins-2018-9-4[9]

ErnÀhrung und Energiehaushalt

In seiner ErnĂ€hrungsweise ist der Große Igeltenrek wenig spezialisiert. Er nimmt sowohl Wirbellose wie Heuschrecken, sonstige Insekten und RegenwĂŒrmer sowie kleinere Wirbeltiere, etwa Frösche und MĂ€use zu sich. In menschlicher Gefangenschaft vertilgte er auch Innereien oder Fleisch grĂ¶ĂŸerer SĂ€ugetiere.cite-ref-herter-1962-5-3[5]cite-ref-stephenson-et-al-1994-18-0[18] Das Gebiss des Großen Igeltenreks ist aber nicht geeignet, Beute grĂ¶ĂŸer als Insekten oder JungmĂ€use zu töten. In der Umgebung von Siedlungen wurden Tiere beim DurchwĂŒhlen von Abfall beobachtet, teilweise fressen sie auch Aas.cite-ref-rand-1935-19-0[19]cite-ref-petter-et-al-1963-20-0[20] Die prinzipiell allesfresserische ErnĂ€hrung bestĂ€tigten auch Isotopenuntersuchungen an Individuen aus Tsinjoarivo im zentral-östlichen Madagaskar.cite-ref-dammhahn-et-al-2013-21-0[21] Die Beute wird mit den ZĂ€hnen aufgegriffen, die VorderfĂŒĂŸe spielen bei der Manipulation der Nahrung kaum eine Rolle. Die tĂ€glich aufgenommene Nahrungsmenge variiert und ist abhĂ€ngig von der Kondition der Tiere und der Jahreszeit. Unter menschlicher Obhut fraßen die Tiere durchschnittlich 15 bis 20 g Fleisch und 5 bis 6 MehlwĂŒrmer oder 2 bis 3 WĂŒstenheuschrecken. Der Große Igeltenrek trinkt regelmĂ€ĂŸig Wasser.cite-ref-herter-1962-5-4[5]cite-ref-herter-1964-17-3[17]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-5[7]cite-ref-jenkins-2018-9-5[9]

Entsprechend zahlreichen anderen Tenreks variiert die Körpertemperatur beim Großen Igeltenrek betrĂ€chtlich und ist abhĂ€ngig von den Umgebungsbedingungen und der AktivitĂ€t. Laboruntersuchungen unter kontrollierten Bedingungen zufolge wurden die tiefsten Werte fĂŒr die Körpertemperatur wĂ€hrend der Ruhezeit von den frĂŒhen Morgenstunden bis zur Mittagszeit erreicht. Sie lagen dann nur wenige Grad ĂŒber der Außentemperatur, im Mittel bei 22 °C. Die höchsten Werte stellten sich in der aktiven Phase in den frĂŒhen Abend- und Nachtstunden ein, der mittlere Wert betrug 31,5 °C. Die Tiere schrĂ€nkten bei sinkenden Außentemperaturen ihre AktivitĂ€ten ein und wurden lethargisch, bei weniger als 15 °C fielen sie in einen Torpor.cite-ref-kayser-1960-22-0[22]cite-ref-herter-1962-5-5[5]cite-ref-herter-1964-17-4[17]cite-ref-hildwein-1964-23-0[23] Freilandstudien im Nationalpark Ankarafantsika bestĂ€tigten die Ergebnisse teilweise. Diesen zufolge ist wĂ€hrend des SĂŒdsommers (November bis Mai) die Körpertemperatur in der inaktiven Phase tatsĂ€chlich durchschnittlich geringer als in der aktiven, die entsprechenden Werte betragen 30,8 °C und 32,2 °C. Die absoluten Grenzwerte schwanken von 26,5 bis 35,1 °C, was eine Spanne von mehr als 8 °C ausmacht. WĂ€hrend der aktiven Phase ist die Körpertemperatur deutlich stabiler als in der inaktiven Phase. Bei letzterer sind die Schwankungen teilweise so stark, dass sie im oberen Temperaturbereich mitunter die in der aktiven Phase erreichten Maximalwerte ĂŒberschreiten. Demnach findet wĂ€hrend der AktivitĂ€tszeit eine Temperaturregulierung statt. Die jeweiligen Außentemperaturen waren im Untersuchungszeitraum wenig verĂ€nderlich und lagen bei 20 bis 30 °C.cite-ref-levesque-et-al-2014-24-0[24]cite-ref-levesque-et-al-2014b-25-0[25]cite-ref-lovegrove-et-al-2014-26-0[26] Ähnliche Werte ergaben Studien in der Umgebung von Fianarantsoa. Die hier gemessenen durchschnittlichen Körpertemperaturen sind aber etwas niedriger, ebenso wie die Außentemperaturen geringer ausfielen.cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-6[7] Die Feldbeobachtungen im Nationalpark Ankarafantsika zeigten zudem, dass der Torpor im SĂŒdsommer zumindest im trockenen westlichen Madagaskar bei jeder Außentemperatur eintreten kann und dann bis zu drei Stunden andauert, vorzugsweise geschieht dies am Tage wĂ€hrend der inaktiven Phase. Dagegen vermelden Berichte aus dem feuchten östlichen Madagaskar, dass der Große Igeltenrek im SĂŒdsommer nur selten in einen Starrezustand wechselt.cite-ref-rand-1935-19-1[19]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-7[7] WĂ€hrend des Torpors sinkt die Körpertemperatur ab und nĂ€hert sich der Außentemperatur, es kommt aber auch hier zu Schwankungen, die teils sehr hohe Körpertemperaturen beinhalten. Die Fluktuationen im hohen Bereich der Körpertemperatur sind wahrscheinlich der Energieersparnis geschuldet. Sie ermöglichen, dass in dem eher tropisch warmen Klima die Temperaturregulierung passiv einsetzt und nicht wie in kĂŒhleren Gegenden aktiv gestartet werden muss. Im SĂŒdwinter von Mai bis September verstĂ€rkt sich der Torpor, die Phase kann, abhĂ€ngig von der geographischen Lage, fĂŒnf bis sieben Monate anhalten. Auffallend im Nationalpark Ankarafantsika sind die geschlechtsabhĂ€ngig abweichenden Eintrittszeiten in die Winterruhe, bei weiblichen Tieren beginnt sie zwischen April und Mai, wĂ€hrend sie bei mĂ€nnlichen im Februar bis MĂ€rz und damit deutlich frĂŒher einsetzt. Der Unterschied wird durch die Aufzucht des Nachwuchses durch die Weibchen bedingt.cite-ref-levesque-et-al-2013-2-2[2]cite-ref-levesque-et-al-2014-24-1[24]cite-ref-levesque-et-al-2014b-25-1[25]cite-ref-lovegrove-et-al-2014-26-1[26] Ähnlichen rhythmischen Schwankungen im Tagesverlauf wie die Körpertemperatur unterliegen auch die Atem- und Herzfrequenz.cite-ref-herter-1962-5-6[5]cite-ref-herter-1964-17-5[17]cite-ref-jenkins-2018-9-6[9]

Eine Ausnahme bilden weibliche Tiere in der Fortpflanzungsphase oder wĂ€hrend der Milchproduktion. Diese zeigen eine deutlich stabilere Körpertemperatur mit durchschnittlich höheren Werten, die etwa 33,1 °C betragen, die Schwankungsbreite liegt bei rund 3,5 °C. Außerdem neigen sie dann seltener dazu, in einen Torpor zu verfallen. Die stabilere Körpertemperatur ist mit einer höheren Stoffwechselrate verbunden. Normalerweise zeichnet sich der Große Igeltenrek durch einen sehr geringen Metabolismus aus,cite-ref-kayser-1960-22-1[22]cite-ref-hildwein-1964-23-1[23] dessen Werte etwa denen des Kleinen Igeltenreks entsprechen, er steigt aber wĂ€hrend der Reproduktion um bis zum Zweifachen an.cite-ref-levesque-et-al-2014-24-2[24]cite-ref-levesque-et-al-2014b-25-2[25] Ebenfalls zyklisch verlaufen deutliche GewichtsverĂ€nderungen. Tiere direkt nach der Winterruhe wiegen zwischen 120 und 160 g. Das wĂ€hrend des SĂŒdsommers stark ansteigende Körpergewicht erreicht sein Maximum kurz vor der nĂ€chsten Trockenzeit, MĂ€nnchen können dann bis zu 327 g wiegen. Weibchen nehmen ebenfalls an Gewicht zu, zusĂ€tzlich tragen sie noch den Nachwuchs aus, so dass einzelne Tiere dann auch ĂŒber 350 g wiegen können.cite-ref-levesque-et-al-2012-1-2[1]cite-ref-levesque-et-al-2013-2-3[2]cite-ref-herter-1964-17-6[17]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-8[7]cite-ref-jenkins-2018-9-7[9]

Fortpflanzung

Die hauptsĂ€chliche Fortpflanzungsphase fĂ€llt in den SĂŒdsommer und beginnt zumeist direkt nach dem Ende der Torporphase. Es wird aber angenommen, dass der Große Igeltenrek möglicherweise je nach geographischer Lage auch im SĂŒdwinter paarungswillig ist. Wahrscheinlich besitzt der Große Igeltenrek ein eher promiskes Paarungsverhalten, was unter anderem durch die Verteilung der einzelnen Territorien UnterstĂŒtzung findet.cite-ref-levesque-et-al-2012-1-3[1] Das MĂ€nnchen bewirbt das Weibchen durch Markieren des Baus und der nĂ€heren Umgebung. Die Kontaktaufnahme erfolgt durch gegenseitiges BeschnĂŒffeln an Nase, Körper und Hinterteil. Teilweise defĂ€kiert auch das Weibchen und die Reste werden vom MĂ€nnchen abgeleckt. Beim anschließenden Aufsitzen versucht das MĂ€nnchen das Weibchen mit charakteristisch scharrenden Bewegungen seiner HinterfĂŒĂŸe gegen das Geschlechtsteil zu stimulieren. Ein einzelner Geschlechtsakt kann bis zu 28 Minuten dauern, der gesamte Paarungsvorgang wĂ€rt teilweise ĂŒber zwei Stunden, da die Trennung der Partner durch das verhaken des Penis im weiblichen Geschlechtsteil verzögert wird.cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-9[7]cite-ref-poduschka-1974-27-0[27]cite-ref-jenkins-2018-9-8[9]

Die Tragzeit betrĂ€gt zwischen 51 und 69 Tagen,cite-ref-poduschka-1996-4-1[4] sie ist witterungsabhĂ€ngig, bei wĂ€rmerem Wetter dauert sie kĂŒrzer als bei kĂ€lterem.cite-ref-garbutt-2007-8-1[8] Etwa eine Woche vor der Geburt steigert das Weibchen seine NestbauaktivitĂ€ten. Die WurfgrĂ¶ĂŸe liegt bei bis zu sieben Neugeborenen,cite-ref-poduschka-1996-4-2[4] zumeist kommen eins bis fĂŒnf Tiere zur Welt, durchschnittlich sind es drei.cite-ref-eisenberg-1975-28-0[28] Ein gemessenes Junges war 78 mm lang und wog 24,7 g. Die Jungen kommen als Nesthocker zur Welt, ihre Augen und Ohren sind geschlossen, der Körper ist nur spĂ€rlich behaart, allerdings sind am RĂŒcken schon Stacheln von 0,5 mm LĂ€nge zu erkennen. Die Hautfarbe ist generell weißlich und die Haare und Stacheln haben eine grĂ€ulich-helle Tönung. Die Jungen können sich bereits in eine Kugel einrollen und mit allen vieren krabbeln. Die Mutter zeigt in den ersten Wochen starke FĂŒrsorge und verteidigt das Nest. Nach rund einer Woche sind die Stacheln der Jungen bereits 4 mm lang. Die Augen öffnen sich zwischen dem 9. und dem 14. Tag. Zu diesem Zeitpunkt folgen die Jungen dem Muttertier aus dem Bau hinaus und beginnen, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Eine zweite Gruppe von Stacheln von meist dunkler FĂ€rbung entwickelt sich in der dritten Woche, diese sind anderes orientiert als die vorhandenen Stacheln, so dass beide Gruppen einen effektiven Schutz geben. Zudem wĂ€chst zwischen den Stacheln ein weicher Flaum an Haaren, der spĂ€ter wieder verloren geht und bei Alttieren nicht vorkommt. Die Entwöhnung fĂ€ngt ebenfalls in diesem Zeitraum an und endet rund zwei Wochen spĂ€ter. Die sexuelle Reife wird nach rund 74 Tagen erreicht.cite-ref-gould-et-al-1966-6-3[6]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-10[7]cite-ref-levesque-et-al-2013-2-4[2]cite-ref-jenkins-2018-9-9[9]

Innerhalb einer Fortpflanzungsperiode haben Weibchen gemĂ€ĂŸ Untersuchungen in Ankarafantsika bis zu drei WĂŒrfe. Sie können noch wĂ€hrend der Aufzucht der Jungen wieder trĂ€chtig werden und den nĂ€chsten Nachwuchs austragen. Möglich ist dies höchstwahrscheinlich durch einen Post-partum-Östrus, der es den Weibchen ermöglicht, schon kurz nach der Geburt wieder empfangsbereit zu sein, ein Effekt, der bisher nur vom Erdtenrek (Geogale aurita) bekannt war.cite-ref-levesque-et-al-2013-2-5[2] Ob eine derartige schnelle Geburtenfolge auch bei Tieren aus dem feuchteren Osten Madagaskars vorkommt, ist unklar, bisherige Berichte sprechen meist von einem Wurf, ohne dass das Weibchen danach wieder trĂ€chtig wurde.cite-ref-gould-et-al-1966-6-4[6]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-11[7] Es ist zu vermuten, dass die schnellere Fortpflanzung des Großen Igeltenreks im westlichen Inselteil durch die dortigen trockeneren VerhĂ€ltnisse bestimmt wird, hier kommt es wĂ€hrend der SĂŒdwinters zu einem rapiden RĂŒckgang an verfĂŒgbaren Nahrungsquellen. Die Überlebensrate des Nachwuchses ist gering. Von sechs im Nationalpark Ankarafantsika beobachteten WĂŒrfen im Zeitraum 2010 und 2011 gingen vier verloren.cite-ref-levesque-et-al-2013-2-6[2] Das Lebenserwartung in freier Wildbahn ist nicht bekannt, das höchste Alter eines Tieres in menschlicher Obhut betrug etwa 14 Jahre.cite-ref-weigl-2005-29-0[29]cite-ref-jenkins-2018-9-10[9]

Fressfeinde und Parasiten

Ähnlich wie der Kleine Igeltenrek ist möglicherweise auch der Große Igeltenrek durch sein Stachelkleid und durch seine BefĂ€higung sich in eine Kugel zusammenzurollen vor zahlreichen kleineren Beutegreifern geschĂŒtzt. Gelegentlich fĂ€llt ein Individuum aber der Fossa zum Opfer.cite-ref-goodman-et-al-1997-30-0[30]cite-ref-dollar-et-al-2007-31-0[31] Wesentlich hĂ€ufiger ist die Erbeutung durch Schlangen dokumentiert, zu den bedeutenden Fressfeinden gehören hier die Madagaskar-Hundskopfboa und die Nördliche Madagaskarboa.cite-ref-levesque-et-al-2013-2-7[2] Äußere Parasiten umfassen vor allem Flöhe der Gattungen Paractenopsyllus und Synopsyllus,cite-ref-beaucournu-et-al-2015-32-0[32]cite-ref-duchemin-2004-33-0[33]cite-ref-goodman-et-al-2015-34-0[34] außerdem liegt ein Nachweis des Rattenflohs vor, dessen Hauptwirt die Hausratte darstellt.cite-ref-harimalala-et-al-2020-35-0[35] Daneben finden sich auch Zecken der Gattungen Ixodes und Haemaphysalis.cite-ref-rakotomanmga-et-al-2017-36-0[36] Als innere Parasiten wurden der Kleine Leberegelcite-ref-poduschka-1974-27-1[27], der Hakenwurm Bioccastrongylus bioccaicite-ref-lichtenfels-1980-37-0[37] und der Einzeller Eimeria identifiziert.cite-ref-couch-et-al-2011-38-0[38] ZusĂ€tzlich sind Neoplasien dokumentiert.cite-ref-khoii-et-al-2008-39-0[39]

Systematik

Der Große Igeltenrek ist eine Art aus der heute als monotypisch eingestuften Gattung Setifer. Art und Gattung gehören zur Familie der Tenreks (Tenrecidae), innerhalb dieser bilden sie zusammen mit dem Großen Tenrek (Tenrec ecaudatus) sowie dem Kleinen Igeltenrek (Ehinops telfairi) und den Streifentenreks (Hemicentetes) die Unterfamilie der Igeltenreks (Tenrecinae). Die Igeltenreks wiederum stellen eine der Hauptlinien der Tenreks dar. Als charakteristisch ist ihr stacheliges Haarkleid anzusehen, wodurch sie sich von den ĂŒbrigen weichhaarigen Tenreks wie den sehr diversen ReiswĂŒhlern (Oryzorictinae) und den monotypischen Erdtenreks (Geogalinae) unterscheiden. Innerhalb der Unterfamilie der Igeltenreks stellen der Große und der Kleine Igeltenrek laut molekulargenetischen Analysen Schwesterformen dar. Beide Arten Ă€hneln sich Ă€ußerlich sehr, sie sind als einzige Tenreks befĂ€higt, sich zu einer schĂŒtzenden Kugel zusammenzurollen. Ein bedeutendes Unterscheidungsmerkmal stellt die unterschiedliche Zahnanzahl dar, zusĂ€tzlich gibt es einzelne abweichende Zahn- und SchĂ€delmerkmale. Ihnen gegenĂŒber wiederum steht eine Klade, die aus dem Großen Tenrek und den Streifentenreks gebildet wird.cite-ref-olson-et-al-2003-41-0[41]cite-ref-kuntner-et-al-2011-42-0[42]cite-ref-everson-et-al-2016-40-1[40] Die Ursprungslinie des Großen und des Kleinen Igeltenreks trennte sich bereits im Mittleren MiozĂ€n vor etwa 10,2 Millionen Jahren auf.cite-ref-everson-et-al-2016-40-2[40]

Die EigenstĂ€ndigkeit des Großen Igeltenreks war seit seiner Erstbeschreibung durch Johann Christian von Schreber im Jahr 1777 nie angezweifelt worden. Allerdings ordnete ihm Fredericus Anna Jentink im Jahr 1879 den Kleinen Igeltenrek bei, welchen William Charles Linnaeus Martin 1838 eingefĂŒhrt hatte.cite-ref-martin-1838-43-0[43] Jentink verwies dabei auf den Holotyp des Kleinen Igeltenreks, der seiner Meinung nach aufgrund der geringeren KörpergrĂ¶ĂŸe und der nur zwei ausgebildeten MahlzĂ€hne ein nicht ganz ausgewachsenes Exemplar des Großen Igeltenreks darstellen wĂŒrde.cite-ref-jentink-1879-44-0[44] In der Folgezeit ĂŒbernahmen einige Wissenschaftler diese Auffassung, so unter anderem George Edward Dobson in seiner klassischen Abhandlung ĂŒber Insektenfresser.cite-ref-dobson-1883-45-0[45] Jedoch widersprach Oldfield Thomas dem 1892 und hob den Kleinen Igeltenrek erneut in den Artstatus, was bis heute anerkannt bleiben sollte. FĂŒr Thomas war dabei nicht nur der abweichende Gebissaufbau ausschlaggebend, er verwies zusĂ€tzlich auf die unterschiedlich geformten Krallen, die beim Großen Igeltenrek lĂ€nger und breiter sind als beim Kleinen.cite-ref-thomas-1892-3-1[3]

Forschungsgeschichte

Entdeckung und Erstbeschreibung

Die ersten Berichte ĂŒber den Großen Igeltenrek reichen bis in das 17. Jahrhundert zurĂŒck. In seinem im Jahr 1658 erschienenen und mehrfach aufgelegten Werk Histoire de la grande isle Madagascar erwĂ€hnte Étienne de Flacourt, ehemals Gouverneur von Madagaskar, ein igelartiges Tier, das er als „Tendrac“ bezeichnete. Nach Aussage Flacourts wĂŒrde das Tier das halbe Jahr schlafen, wozu es sich in den Boden eingrĂ€bt und zudem wĂ€hrend dieser Zeit keine Nahrung zu sich nimmt. Neben einer Zeichnung des „Tendrac“ gibt er auch den lokalen Namen „Sora“ an.cite-ref-flacourt-1661-46-0[46] Mehr als einhundert Jahre spĂ€ter beschrieb Georges-Louis Leclerc de Buffon im Jahr 1764 im zwölften Band seines Werkes Histoire naturelle, gĂ©nĂ©rale et particuliĂšre den „Tendrac“ genauer und bildete ihn ebenfalls ab. Demnach hatte der „Tendrac“ ein charakteristisch igelartiges Stachelkleid, allerdings war er deutlich kleiner als die damals bekannten europĂ€ischen Igel, so dass seine GrĂ¶ĂŸe in etwa der eines Maulwurfs glich. Buffon stellte dem „Tendrac“ den „Tanrec“ zur Seite, letzterer unterscheidet sich von ersterem durch seine allgemein grĂ¶ĂŸeren Ausmaße und wird heute mit dem Großen Tenrek (Tenrec ecaudatus) in Verbindung gebracht. Seine AusfĂŒhrungen zum „Tendrac“ und zum „Tanrec“ stĂŒtzte Buffon auf zwei Tiere aus der Sammlung des damaligen Cabinet du roi, aus dem das MusĂ©um national d’histoire naturelle in Paris hervorging, und welche ĂŒber einen HĂ€ndler aus Lyon in diese gelangten.cite-ref-buffon-1764-47-0[47] Das Individuum, das Buffon dem „Tendrac“ zuwies, besaß spĂ€teren Angaben zufolge eine KörperlĂ€nge von etwa 16 cm.cite-ref-jentink-1879-44-1[44] Johann Christian von Schreber legte im Jahr 1777 in seinem umfassenden Werk Die SĂ€ugthiere in Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen eine deutschsprachige Beschreibung des „Tendrac“ vor und berief sich dabei auf Buffon. In einem Zusatzband fĂŒgte er auch eine Abbildung des Tieres bei, die stark der von Buffon Ă€hnelt. ZusĂ€tzlich ist dort aber noch die wissenschaftliche Bezeichnung Erinaceus setosus vermerkt, weswegen Schreber als wissenschaftlicher Erstbeschreiber des Großen Igeltenreks gilt. Schreber stellte die Art dabei in den Verwandtschaftskreis der europĂ€ischen Igel, das Artepitheton leitet sich von dem lateinischen Wort saetƍsus fĂŒr „borstig“ oder „haarig“ her und verweist auf das Stachelkleid. Als Herkunftsgebiet gab Schreber Madagaskar allgemein an, er nahm aber auch ein Vorkommen in Ostindien an.cite-ref-schreber-1777-48-0[48]

Unterarten und Synonyme

Neben der von Schreber benannten Nominatform Erinaceus setosus waren im Laufe der Forschungsgeschichte teilweise verschiedene Unterarten anerkannt. Étienne Geoffroy Saint-Hilaire fĂŒhrte im Jahr 1839 die Form Ericulus nigrescens ein, die er als extrem dunkelhaarig beschrieb. Dabei verwies er auf einen sechs Jahre zuvor veröffentlichten Brief von William Telfair, in dem dieser der Zoological Society of London einen Tenrek vorstellte, den er fĂŒr ein Jungtier des Großen Tenrek hielt.cite-ref-hilaire-1839-49-0[49] Allerdings hatte bereits 1838 William Charles Linnaeus Martin das Individuum mit dem von ihm benannten Kleinen Igeltenrek (Echinops telfairi) in Verbindung gebracht.cite-ref-martin-1838-43-1[43] Im Jahr 1926 erkannte Oldfield Thomas mit Ericulus setosus setosus und Ericulus setosus nigrescens zwei Unterarten an und fĂŒhrte mit Ericulus setosus melantho eine dritte ein, die wie letztere dunkelhaarig aber deutlich grĂ¶ĂŸer als die beiden anderen war.cite-ref-thomas-1926-50-0[50] Die drei Unterarten wurden spĂ€ter teilweise auch angefĂŒhrt,cite-ref-herter-1962-5-7[5] sie sind aber heute nicht allgemein anerkannt. Eine vor allem im 19. Jahrhundert gebrauchte Form ist Centenes spinosus, welche von Anselme GaĂ«tan Desmarest im Jahr 1820 unter Berufung auf Buffons „Tendrac“ etabliert worden war.cite-ref-desmarest-1820-51-0[51] Auch diese gilt heute als synonym zu Setifer setosus.cite-ref-wilson-2005-52-0[52]

Setiger , Ericulus und Dasogale – Zur Gattungsproblematik

Der Verweis des Großen Igeltenreks zu den Igeln war im 18. Jahrhundert durchaus ĂŒblich, erst im 19. Jahrhundert erfolgte eine stĂ€rkere Differenzierung der verschiedenen Formen. Der heute gĂŒltige Gattungsname Setifer stammt von Ludwig Friedrich von Froriep aus dem Jahr 1806. Froriep hatte das im gleichen Jahr von AndrĂ© Marie Constant DumĂ©ril erstellte Werk Zoologie analytique aus dem Französischen ins Deutsche ĂŒbersetzt, darin fĂŒgte er die Bezeichnung Setifer hinzu und setzte sie mit Erinaceus setosus in eine eindeutige Beziehung.cite-ref-froriep-1806-53-0[53] Beides ist im Originalwerk nicht zu finden.cite-ref-dumeril-1806-54-0[54] Dem Wort Setifer liegt (wie setosus) der lateinische Begriff saeta fĂŒr „Borste“ zugrunde. Bereits 1803 war von Geoffroy Saint-Hilaire das prinzipiell Ă€hnliche Wort Setiger genutzt worden um die heutigen Igeltenreks von den europĂ€ischen Igeln abzugrenzen.cite-ref-hilaire-1803-55-0[55] Setiger fand daraufhin im Verlauf des 19. Jahrhunderts vielfach Verwendung in der wissenschaftlichen Literatur, meist stand der Gattungsname in Verbindung mit dem Großen Igeltenrek.cite-ref-jentink-1879-44-2[44] Nach Geoffroy Saint-Hilaire schloss Setiger aber nicht nur den Großen Igeltenrek, sondern auch den Großen Tenrek und den Eigentlichen Streifentenrek (Hemicentetes semispinosus) ein. In dieser erweiterten Sichtweise und bezogen auf alle damals bekannten Tenreks hatte bereits Georges Cuvier die Bezeichnung drei Jahre zuvor im ersten Teil seines Werkes Leçons d'anatomie comparĂ©e genutzt.cite-ref-cuvier-1800-56-0[56] Aufgrund der Ungenauigkeiten bei der Namensgebung im Bezug auf den Großen Igeltenrek, dem Großen Tenrek und dem Eigentlichen Streifentenrek wurde im Jahr 1930 vorgeschlagen, Setiger als ein direktes Synonym fĂŒr Tenrec einzustufen.cite-ref-stiles-et-al-1930-57-0[57]

Eine weitere, im 19. und teilweise bis weit in das 20. Jahrhundert hĂ€ufig gebrauchte Bezeichnung ist Ericulus. Diese wurde im Jahr 1837 wiederum von Geoffroy Saint-Hilaire eingefĂŒhrt. Er verband sie aber zunĂ€chst nicht mit einer bestimmten Art, schloss in die Gattung aber Tenreks mit kleinem Wuchs, krĂ€ftigen Krallen, kurzem Schwanz und langgestrecktem SchĂ€del sowie mit insgesamt vier SchneidezĂ€hnen und sechs MahlzĂ€hnen im Oberkiefer ein.cite-ref-hilaire-1837-58-0[58] In einem zwei Jahre spĂ€ter erschienenen umfangreicheren Aufsatz benannte Geoffroy Saint-Hilaire ausdrĂŒcklich Ericulus spinosus und Ericulus nigrescens, also heutige Synonymformen des Großen Igeltenreks.cite-ref-hilaire-1839-49-1[49] Teilweise stand neben dem Großen auch der Kleine Igeltenrek innerhalb der Gattung Ericulus, wobei letzterer gelegentlich auf Ebene der Untergattung (Echinops) abgetrennt wurde.cite-ref-mathias-et-al-1930-59-0[59]cite-ref-petit-1931-60-0[60] Beide Formen gelten aber heute als getrennt, ebenso setzte sich in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts die Gattungsbezeichnung Setifer gegenĂŒber Ericulus durch.cite-ref-herter-1962-5-8[5]cite-ref-balsac-1972-61-0[61]cite-ref-wilson-2005-52-1[52]

Im Jahr 1928 benannte Guillaume Grandidier die Gattung Dasogale mit der einzigen Art Dasogale fontoynonti zu Ehren des damaligen Vorsitzenden der madagassischen Akademie der Wissenschaften Antoine Maurice Fontoynont. Gattung und Art basierten auf zwei Individuen, von denen der Holotyp aus einem beschĂ€digten SchĂ€del samt Unterkiefer, einigen ExtremitĂ€tenknochen und HautstĂŒcken mit Fell besteht. Als Herkunft gab Grandidier nur vage grande forĂȘt orientale („großer östlicher Wald“) an. Er beschrieb das Gebiss mit insgesamt 32 ZĂ€hnen als Ă€hnlich zu dem des Kleinen Igeltenreks, da je KieferhĂ€lfte nur zwei Molaren ausgebildet sind. Jedoch bemerkte er Unterschiede im Gebissaufbau, etwa in der speziellen Gestaltung der MahlzĂ€hne. Daher befĂŒrwortete er im Bezug auf die abweichende Morphologie und die unterschiedliche Verbreitung eine eigenstĂ€ndige Stellung, sah aber Dasogale in der NĂ€he des Kleinen Igeltenreks.cite-ref-grandidier-1928-62-0[62] Weitere Exemplare von Dasogale wurden in der Folgezeit nicht entdeckt, allerdings zweifelte kaum ein Forscher an der Existenz des Taxons.cite-ref-herter-1962-5-9[5]cite-ref-eisenberg-et-al-1970-7-12[7]cite-ref-balsac-1972-61-1[61] Anfang der 1980er Jahre erkannte Walter Poduschka bei der Untersuchung des Originalmaterials, dass es sich bei den beiden Exemplaren um Jungtiere des Großen Igeltenreks handelt. HierfĂŒr spricht unter anderem das vordere Gebiss, das aus MilchzĂ€hnen besteht und etwa gleich große SchneidezĂ€hne besitzt. Zudem war beim Holotyp der dritte Molar noch nicht durchgebrochen, was etwa an der Stellung des letzten Zahns der Zahnreihe erkennbar ist: bei allen Tenreks steht der letzte Mahlzahn deutlich zu den anderen ZĂ€hnen eingedreht, bei Dasogale ist dies jedoch nicht der Fall. Schlussendlich indizieren auch andere Merkmale wie etwa die Beschaffenheit der Stacheln, dass die beiden Individuen mit dem Großen Igeltenrek identisch sind.cite-ref-poduschka-et-al-1982-10-2[10] UnabhĂ€ngig von Poduschkas Untersuchung kam Ross D. E. MacPhee nur wenige Jahre spĂ€ter zu einem ĂŒbereinstimmenden Ergebnis bei nahezu identischer BeweisfĂŒhrung.cite-ref-macphee-1987-63-0[63]

Stammesgeschichte

Allgemein sind Fossilfunde von Tenreks eher selten. Vom Großen Igeltenrek liegen einige vereinzelte subfossile Reste vor. Zu den bedeutendsten gehören jene der Ankilitelo-Höhle, die sich am SĂŒdrand des Mikoboka-Plateau nördlich von Toliara im sĂŒdwestlichen Madagaskar befindet. Hier wurde seit dem Untersuchungsbeginn 1994 eine sehr reichhaltige Fauna ausgegraben. Sie umfasst vor allem Knochen und ZĂ€hne von verschiedenen Primaten, Fleder- und Nagetieren, es sind aber auch rund ein halbes Dutzend Arten an Tenreks ĂŒberliefert. Der Große Igeltenrek stellt dabei den am hĂ€ufigsten nachgewiesenen Vertreter der Familie dar, er ist mit zahlreichen Kiefer, Zahn- und SchĂ€delresten sowohl ausgewachsener als auch juveniler Tiere belegt. Die Funde werden auf ein Alter von etwa 510 bis 630 Jahren datiert.cite-ref-muldoon-et-al-2009-64-0[64] Die Art ist zudem aus der Andrahomana-Höhle im Ă€ußersten SĂŒdosten Madagaskars dokumentiert. Die Höhle liegt eingebettet in den Eolianit-AufschlĂŒssen der SteilkĂŒste und enthĂ€lt ebenfalls ein ungemein reiches Fossilmaterial. Sie wird bereits seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht. Die Schichtenfolge und die daraus geborgenen Funde decken den Zeitraum der letzten rund 8.700 Jahre ab.cite-ref-burney-et-al-2008-65-0[65] Beide Fundregionen zeichnen sich durch trockene Klimate aus, im Bereich der Andrahomana-Höhle ist aber auch noch ein gewisser Einfluss der feuchten Bedingungen des östlichen Madagaskars bemerkbar.cite-ref-muldoon-et-al-2009-64-1[64]cite-ref-burney-et-al-2008-65-1[65]cite-ref-goodman-et-al-2014-66-0[66]

Bedrohung und Schutz

GrĂ¶ĂŸere Bedrohungen fĂŒr den Bestand des Großen Igeltenreks sind nicht bekannt. Sein Fleisch wird als Nahrungsressource genutzt und auf MĂ€rkten und in Restaurants verkauft. Dadurch kann es durch Überjagung lokal zu stĂ€rkeren BestandsrĂŒckgĂ€ngen kommen. In einigen Regionen gibt es aber ein Tabu, das die Jagd auf die Tiere verbietet.cite-ref-jones-et-al-2008-67-0[67] Die IUCN listet die Art als „nicht gefĂ€hrdet“ (least concern). Der Große Igeltenrek ist in zahlreichen Naturschutzgebieten anwesend, unter anderem im Nationalpark Montagne d’Ambre, im Nationalpark Ankarafantsika im Nationalpark Ranomafana, im Nationalpark Zombitse-Vohibasia, im Nationalpark Andringitra, im Nationalpark Andohahela und im Nationalpark Isalo.cite-ref-iucn-16-1[16]

Literatur

‱ J. F. Eisenberg und Edwin Gould: The Tenrecs: A Study in Mammalian Behavior and Evolution. Smithsonian Institution Press, 1970, S. 1–138
‱ Kathryn M. Everson, Voahangy Soarimalala, Steven M. Goodman und Link E. Olson: Multiple loci and complete taxonomic sampling resolve the phylogeny and biogeographic history of tenrecs (Mammalia: Tenrecidae) and reveal higher speciation rates in Madagascar’s humid forests. Systematic Biology 65 (5), 2016, S. 890–909 doi: 10.1093/sysbio/syw034
‱ Nick Garbutt: Mammals of Madagascar. A complete guide. Yale University Press, 2007, S. 1–304 (S. 32–56)
‱ Paulina D. Jenkins: Tenrecidae (Tenrecs and Shrew tenrecs). In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8: Insectivores, Sloths and Colugos. Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 134–172 (S. 163–164) ISBN 978-84-16728-08-4
‱ Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-8018-5789-9

Einzelnachweise

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cite-note-levesque-et-al-2013-22. ↑ Danielle L. Levesque, O. M.A. Lovasoa, S. N. Rakotoharimalala und Barry G. Lovegrove: High mortality and annual fecundity in a free-ranging basal placental mammal, Setifer setosus (Tenrecidae: Afrosoricida). Journal of Zoology 291, 2013, S. 205–212
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cite-note-jenkins-2018-99. ↑ Paulina D. Jenkins: Tenrecidae (Tenrecs and Shrew tenrecs). In: Don E. Wilson und Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Volume 8: Insectivores, Sloths and Colugos. Lynx Edicions, Barcelona 2018, S. 134–172 (S. 163–164) ISBN 978-84-16728-08-4
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cite-note-hilaire-1837-5858. ↑ Étienne Geoffroy Saint-Hilaire: Notice sur les mammiferes Ă©pineux de Madagascar. Comptes rendus hebdomadaires des sĂ©ances de l'AcadĂ©mie des sciences 5, 1837, S. 372–374 ([20])
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cite-note-grandidier-1928-6262. ↑ Guillaume Grandidier: Un nouveau type de Mammifere insectivore de Madagascar, le Dasogale fontoynonti G. Grand. Bulletin de l'Academie Malgache NS 11, 1928, S. 84–90
cite-note-macphee-1987-6363. ↑ Ross D. E. MacPhee: Systematic status of Dasogale fontoynonti (Tenrecidae, Insectivora). Journal of Mammalogy 68 (1), 1987, S. 133–135
cite-note-muldoon-et-al-2009-6464. ↑ Kathleen M. Muldoon, Donald D. de Blieux, Elwyn L. Simons und Prithijit S. Chatrath: The Subfossil Occurrence and Paleoecological Significance of Small Mammals at Ankilitelo Cave, Southwestern Madagascar. Journal of Mammalogy 90 (5), 2009, S. 1111–1131
cite-note-burney-et-al-2008-6565. ↑ D. A. Burney, N. Vasey, L. R. Godfrey, Ramilisonina, W. L. Jungers, M. Ramarolahy und L. Raharivony: New Findings at Andrahomana Cave, Southeastern Madagascar. Journal of Cave and Karst Studies 70 (1), 2008, S. 13–24
cite-note-goodman-et-al-2014-6666. ↑ Steven M. Goodman und William L. Jungers: Extinct Madagaskar. Picturing the island's past. University of Chicago Press, 2014, S 1–206 (S. 65–73 und 94–101)
cite-note-jones-et-al-2008-6767. ↑ Julia P. G. Jones, Mijasoa M. Andriamarovololona und Neal Hockley: The Importance of Taboos and Social Norms to Conservation in Madagascar. Conservation Biology 22 (4), 2008, S. 976–986

Weblinks

Commons

: Großer Igeltenrek (

Setifer setosus

)

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Setifer setosus in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN 2017. Eingestellt von: P. J. Stephenson, Voahangy Soarimalala und Steven M. Goodman, 2015. Abgerufen am 3. April 2017.